Fachwissen für Salonpartner
Warum Highlift-Blondtöne aktuell vermehrt als Toner eingesetzt werden
In den vergangenen Monaten haben viele unserer Salonpartner verstärkt zu den Highlift-Nuancen 11HA, 11HS und 11HN gegriffen. Auffällig dabei: Der Absatz des passenden 12 % Cream-Aktivators ist nicht im gleichen Maße gestiegen.
Mehr verkaufte Highlift-Nuancen
Was das bedeutet?
Die Highlift-Farben werden zunehmend nicht mehr primär zum Aufhellen, sondern zur Abmattierung eingesetzt.
Vom Aufheller zum Toner
ein strategischer Shift im Salonalltag
Traditionell sind Highlift-Nuancen wie 11HA, 11HS und 11HN dafür konzipiert, mit dem 12 % Cream-Entwickler maximale Aufhellung zu erzielen.
Gleichzeitig erlaubt das System jedoch auch eine flexible Anwendung:
Mit niedrigeren Entwicklerstärken (z. B. 1,5 % – 3 % Rapid Aktivator) können dieselben Farben gezielt zur Tonveredelung eingesetzt werden.
Genau hier setzt der aktuelle Trend an:
- Highlift-Farben bieten transparente, kühle Pigmente
- Sie ermöglichen sehr präzise Neutralisation (Gelb/Gold)
- Gleichzeitig sorgen sie für weiche, natürliche Blondveredelung
Das Ergebnis: Ein Look, der weniger „übertoned“ wirkt und stärker in Richtung natürliches, softes Blond geht.
Einfluss von Social Media:
„Clean Blonde“ statt harte Toner
Ein Blick auf Social Media zeigt deutlich, warum sich dieses Nutzungsverhalten verändert hat.
Plattformen wie Instagram und TikTok werden aktuell von folgenden Blond-Trends dominiert:
- Scandi Blonde / Clean Blonde
- Soft Ash & Natural Beige
- Expensive Blonde (natürlich wirkende Luxusblonds)
Diese Looks zeichnen sich durch eines aus:
Sehr subtile, kaum sichtbare Tonisierung statt starker Farbauflage
Klassische Toner wirken hier oft zu dicht oder „flach“. Highlift-Nuancen hingegen liefern:
- mehr Lichtdurchlässigkeit
- weniger Pigmentüberladung
- ein natürlicheres Finish
Auch in der Community sichtbar
Toner wird neu gedacht
Selbst in Fach- und Consumer-Communities verschwimmt die Definition von „Toner“ zunehmend.
Auf Reddit beschreibt ein User treffend:
„Anything that affects tone is a toner.“
Diese Aussage spiegelt die Realität im Salon wider:
- Toner ist heute keine Produktkategorie mehr, sondern eine Anwendungstechnik
- Permanente Farben (wie Highlift-Töne) werden bewusst als Toner eingesetzt
- Entscheidend ist der Entwickler – nicht die Farbe allein
Gleichzeitig zeigt sich in Diskussionen auch:
- Kundinnen wünschen sich gezielte Neutralisation ohne zusätzliche Aufhellung
- Fehlerhafte Tonergebnisse (zu warm, zu dunkel, ungleichmäßig) sind ein häufiges Thema
Genau hier bieten Highlift-Farben einen Vorteil:
Sie ermöglichen kontrolliertere, feinere Korrekturen, besonders auf sehr hellen Ausgangsbasen.
Warum der 12 % Cream-Aktivator weniger gefragt ist
Die sinkende Nachfrage nach 12 % Cream-Aktivator ist daher kein Zufall, sondern ein klares Indiz für veränderte Arbeitsweisen:
Früher:
- Highlift = Aufhellung + Tonisierung in einem Schritt
- Fokus auf maximale Liftleistung
Heute:
- Aufhellung meist separat (z. B. Blondierung)
- Danach gezielte, sanfte Veredelung
- Einsatz von 1,5 % – 3 % statt 12 %
Highlift-Farben werden dadurch zu hochpräzisen Tonern für Level 9–10 Blond
Was bedeutet das für euren Salon?
Diese Entwicklung eröffnet neue Möglichkeiten:
1. Mehr Kontrolle über Blond-Ergebnisse
Highlift als Toner ermöglicht feinere permanente Nuancensteuerung als klassische Toner.
2. Schonendere Dienstleistungen
Niedrigere Entwicklerstärken = weniger Belastung für das Haar.
3. Trendgerechte Looks
Natürliche, „teure“ Blondtöne lassen sich gezielter umsetzen.
Fazit
Die gestiegene Nachfrage nach 11HA, 11HS und 11HN bei gleichzeitig sinkendem Verbrauch von 12 % Cream-Aktivator zeigt deutlich:
Highlift-Blond ist längst nicht mehr nur ein Aufheller – sondern ein kreatives Toning-Tool.
Salons, die diesen Ansatz verstehen und gezielt einsetzen, können:
- moderner arbeiten
- schonendere Ergebnisse erzielen
- und genau die Blond-Looks kreieren, die aktuell stark nachgefragt werden
